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Sonderausstellung - Adel, Burgen und Schlösser im Mittelalter

Geöffnet bis Ende Oktober an Sonn- und Feiertagen von 14 Uhr bis 18 Uhr .

 

WIB Nord vom 20.Mai 2009

Stolz und mächtig standen sie einst auf den Bergrücken. Ihre Herren beherrschten die Umgebung und machten sie nicht selten unsicher. Allzu viel ist nicht von den Burgen im südlichen Steigerwald übrig geblieben. Mauerreste, die Umrisse von Gräben, ein Turm vielleicht und manchmal nicht einmal das. Der Rest liegt unterm Waldboden oder wurde in den umliegenden Dörfern als Baumaterial für Bürgerhäuser und Bauernhöfe verwendet. Manfred Bittner hat versucht, etwas Licht in das geschichtliche Halbdunkel zu bringen, das die hiesigen Adels- und Rittergeschlechter sowie deren Trutzburgen umgibt. Der Rockenbacher widmet sich in seiner Freizeit mit Leidenschaft der Archäologie.


 
210

Im Gutenstettener frühgeschichtlichen Museum, wo zahlreiche seiner Fundstücke aus verschiedenen Epochen ausgestellt sind, hat Bittner eine Sonderausstellung zusammengestellt. Deren Thema: „Adel, Burgen und Schlösser im Mittelalter". Zu sehen sind dort Gefäße und Fragmente, Gebrauchsgegenstände, Waffenteile, Bausteine und Ziegelreste, die im Umfeld der Anlagen aufgefunden worden sind.
Vor allem aber macht die Schau Lust auf mehr: Fotos zeigen verfallene Mauerreste, die aus dem Waldboden herausschauen, zwischen Baumstämmen ragen Reste von Türmen in die Höhe. Skizzen und Zeichnungen geben eine Vorstellung davon, wie die Bollwerke einst ausgesehen haben könnten. Für Interessierte ist das vielleicht der Anstoß, jetzt in der Wandersaison diese Schauplätze der Heimatgeschichte selbst einmal aufzusuchen.
Der Schweiß beim Aufstieg wird mit dem Anblick gepflegter Kulturlandschaften und dichter Wälder belohnt. Meist findet sich in der Nähe auch eine Wirtschaft, in der man sich für die bevorstehenden Anstrengungen stärken oder aber von den zurück liegenden Mühen erholen kann. Wer in der Gegend von Bullenheim unterwegs ist, dort wo nur wenige Kilometer voneinander entfernt das (erhaltene und bewirtete) Schloss Frankenberg mitsamt den Burgruinen von Hinterfrankenberg und die Reste von Hohenlandsberg am südlichen Rand des Steigerwalds zu entdecken sind, genießt einen wunderschönen Ausblich über die Weinberge hinein in die fruchtbare Ebene des Gollachgaus. Und wer zur Burgruine Scharfenecke bei Oberscheinfeld hinauf steigt, hat die Übersicht auf das Schwarzenberger Land in seiner ganzen landschaftlichen Pracht. Die Silhouette des rechteckigen Turms ist vom Tal aus deutlich zu erkennen.

So friedlich und harmonisch heute die reizvolle Umgebung der Burgen wirkt, so kriegerisch war oft die Vergangenheit. Um die mächtigen Bauten wurden Kämpfe ausgefochten, von ihnen selbst gingen Raubzüge aus. Letzteres war oft der Anfang von ihrem Ende. Landherren, Bischöfe und Reichsstädte wie Nürnberg schauten nicht ewig tatenlos zu, wie Handelskarawanen auf den Weg zu oder von ihnen regelmäßig ausgeplündert wurden. Die Burgherren von Oberlandsberg sollen von den Bauern der Gegend Abgaben gefordert haben, bis eine Allianz aus Nürnberg und Würzburg dem Treiben ein Ende setzte. Die Burgen sahen im Wechsel Kämpfe, Eroberungen, Zerstörung, Brand und Wiederaufbau.

Häufig wechselten auch die Geschlechter, die auf den hoch gelegenen Trutzburgen das Regiment geführt haben. Bitt-ner hat bei seiner Forschungsarbeit auf die Aussagen von Historikern, auf überlieferte Erzählungen und alten Schriften zurückgegriffen. Im Museum hat er seine Ergebnisse zusammengetragen und illustriert. Dabei hat er sich insbesondere mit den Ruinen von Hinterfrankenberg, Hohenlandsberg und Hohenkottenheim beschäftigt.

 
300 Neuenburg

Kaum noch steinerne Zeugnisse gibt es von der Neuenburg bei Ingolstadt und von der Anlage auf dem Grubsberg bei Ullstadt. Nur einige Erhebungen und Senken im Boden lassen den Verlauf von Mauern und Gräben schließen. Falsch ist die Vorstellung, wonach diese Vertiefungen einmal mit Wasser gefüllt gewesen sein sollen. Wie Bittner in einem Vortrag in Gutenstetten erläuterte, wäre das schon wegen der Höhenlage gar nicht möglich gewesen. Auch die sagenumwobenen, über weite Strecken führenden Geheimgänge hat es nach Schilderung des Heimatforschers in der Realität nur selten gegeben. (khp)

 
 

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Update:06.07.09 18:07