Gemeinde Gutenstetten

Landkreis Neustadt a.d.Aisch
Bad Windsheim

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Hochwasserdamm Gutenstetten

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Planung zum Hochwasserschutzdamm

2012_050 Aussicht

Datengrundlagen HW-Schutz von Gutenstetten

1. Allgemeine Grunddaten

Steinach, Gewässer II. Ordnung. Oberirdisches Einzugsgebiet Ae0 = 46 km²
Abflüsse der Steinach:

- Mittleres Niedrigwasser MNQ = 0,075 m³/s
- Mittelwasser MQ = 0,2 m³/s
- Hochwasser HQi = 6 m³/s - HQ10 = 17 m³/s - HQ100 = 32 m³s

Ein HQ100-Hochwasser tritt statistisch gesehen einmal in 100 Jahren auf.

2. Aktuelle Gefährdung durch Hochwasser

Vom Hochwasser betroffener Siedlungsbereich von Gutenstetten bei HQ100:

rund 23,5 ha.

Auf Grund des hohen Anteils an Gemeinbedarfs-, Wohn- und gemischten Bauflächen sind vermutlich mehr als 100 Betroffene zu verzeichnen.

3. Details zum HW-Rückhaltebecken
Maximal nutzbarer Hochwasserschutzraum (Rückhalteraum für Hochwasser):

ca. 360.000 m³ Vorgabe: Keine Überflutung der Staatsstrasse zulässig Dammkubatur ca. 35.000 m³

4. Steinach in Gutenstetten
Ab einem Abfluss von ca. 12 m³/s ufert die Steinach in Gutenstetten aus (HQ5 -HQ10).

Erforderlicher Ausbauabfluss =16 m³/s.

Gewässerausbau erforderlich, das heißt:

- Engstellen beseitigen
- Örtlich kleine Ufermauern oder Deiche.

Kreuzende Leitungen und Einleitungen werden beachtet.Gewässerausbau: ca. 260 lfdm Ufermauern und ca. 200 lfdm Querschnittsausbau

5. Kosten

Gesamtkosten ca. 2,5 Mio €. Diese teilen sich in etwa wie folgt auf:

  • 2/3 für das HW-Rückhaltebecken
  • 1/3 für den Steinachausbau im Ortsbereich Inkl. Kosten für Grunderwerb und Bau-Nebenkosten

6. Finanzierung:

Bauherr: Freistaat Bayern, vertreten durch das Wasserwirtschaftsamt Ansbach Förderung durch die Europäische Union im Rahmen von ELER (Europäischer Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raumes)
Kostenbeteiligung der Gemeinde Gutenstetten

7. Abwicklung des Vorhabens

Planung im Jahr 2006 - Entwurf durch das WWA Ansbach Genehmigung durch Reg. v. Mfr.
Wasserrechtsverfahren und Finanzierung

Ausführungsplanung durch das Ingenieurbüro HP Höhnen & Partner Ing. AG, Bamberg Bauausführung durch die Firma FB Hoch- und Tiefbau GmbH, Cadolzburg Baubeginn ab Juni 2012

Bauzeit Rückhaltebecken (RHB) ca. 2 Jahre (bei reibungslosem Ablauf)

Anschließend Steinachgestaltung im Ortsbereich Vorgesehener Abschluss der Gesamtmaßnahme im Jahr 2015


Wirkung des Hochwasserrückhaltebeckens auf die Hochwasserwelle

 
2012_0512

Durch das Rückhaltebecken wird die Hochwasserwelle aufgefangen und anschließend gedrosselt in die Steinach abgegeben.

 

Der Damm

2012_052 Damm


 
 
 

 

08.06.2012 Spatenstich Hochwasserschutz Gutenstetten

2012_06

Spatenstich an der Steinach. Der Bau der Hochwasserschutzmaßnahmen für die Gemeinde Gutenstetten beginnt nun im Juni 2012. In der Vergangenheit führten Starkregenereignisse dort immer wieder zu starken Überschwemmungen. Ziel der Hochwasserschutzmaßnahme ist eine Verringerung der Hochwassergefahr für Gutenstetten.

Der Schutz vor Hochwasser wird zum Einen durch ein Hochwasserrückhaltebecken und zum Anderen durch Hochwasserschutzmauem innerorts erreicht. Das westlich von Gutenstetten an der Steinach gelegene Hochwasserrückhaltebecken verfügt über ein Rückhaltevolumen von rund 360.000 m3. Damit kann ein Großteil der ablaufenden Hochwasserwelle eines 100-jährlichen Hochwassers zwischengespeichert werden. Ein kleiner Teil des Hochwasserrückhaltebeckens ist dauerhaft eingestaut. Hier kann sich ein natürlicher, ökologisch wertvoller Lebensraum entwickeln.

In einem ersten Abschnitt wird das Auslassbauwerk mit einem Kostenaufwand von 600.000 € errichtet. Daran anschließend erfolgt die Schüttung des ca. 7 m hohen Erddammes.

Geplant und vorangetrieben wurde die Hochwasserschutzmaßnahme vom Wasserwirtschaftsamt Ansbach in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Gutenstetten. Die Gesamtfinanzierung mit 2,5 Mio € erfolgt durch den Freistaat Bayern. Die Gemeinde beteiligt sich als Vorteilsziehende an den Kosten. Kofinanziert wird die Maßnahme von der Europäischen Union. Hier werden Mittel des Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raumes (ELER) eingesetzt.

Das Hochwasserrückhaltebecken soll, bei einem reibungslosen Ablauf, bis Ende 2013 vollständig fertig gestellt sein. Im Anschluss daran soll der Ausbau der Steinach im Ortsbereich erfolgen.

 
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Spatenstich zum Hochwasserschutz Gutenstetten am Freitag, 08. Juni 2012 um 10.00

2012_06 Bild6

Grußwort des 1. Bürgermeisters Helmut Reiß

Sehr geehrte Ehrengäste Herr Abgeordneter Hans Herold,
Herr Landrat Schneider, Herr Baudirektor Bock,
sie gestatten mir, dass ich auf die namentliche Begrüßung, die ja bereits Herr Bock vorgenommen hat, verzichte
an einem „Brückentag” stehen wir heute und hier mit unserem Spaten im Steinachtal fast im Mündungsbereich, in der Fachdiskussion war vom „Flaschenhals” der Steinach die Rede um eines der größten Bauprojekte in der Gemeinde Gutenstetten der nun folgenden Jahre in Gang zu setzen.

Nach mehr als 10 Jahren Planung ist es endlich soweit, der Hochwasserschutz an der Steinach kann Wirklichkeit werden.
Was lange währt wird endlich gut.

Jetzt ist es amtlich und sicher, der Bau beginnt. Die Baumaschinen sind vorgestern angerollt.
Zuvor war nur eines sicher, dass das nächste Hochwasser ganz bestimmt kommt. Nach einem Hochwasser in den 80iger Jahren, hier stand das ganze Rathausuntergeschoss unter Wasser und dem bisher größten in den letzten Jahrzehnten bekanntem Hochwasser in der Nacht von 25. auf 26. Januar 1995, hier stand das Untergeschoss des Kindergartens unter Wasser, sollte etwas wirksames geschehen.
Mit Förderprogrammen schuf der Freistaat Bayern die Voraussetzungen dass vom Hochwasser stark betroffene Gemeinden hochwasserfrei werden.
Der wichtigste Grundsatz ist dabei ein wirksamer Hochwasserschutz also ein HQ 100, ein solches hatten wir übrigens bisher noch nicht, das 1995er Hochwasser erreichte nur die Marke eines HQ 30. Die Folgen dieses eher kleinen Hochwassers sind aber vielen noch vor Augen und zwischenzeitlich angestellte Berechnungen verdeutlichen, dass weite Bereiche des Ortes Gutenstetten bei einem HQ 100 unter Wasser stehen würden und die Weiterentwicklung des Ortsbereiches weiter eingeschränkt werden würde.
Bereits im Jahre 2001 hatte das Wasserwirtschaftsamt Ansbach die
Gemeinde Gutenstetten schriftlich aufgefordert sich zu äußern, ob
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nun ein Hochwasserschutz an der Steinach geplant werden soll oder nicht.
Nachdem dieser Beschluss auf den Weg gebracht war sollte nicht der Bau in greifbare Nähe sondern ein 10-jähriger Diskussions- und Planungsprozess in Gang gesetzt werden.

Und eines darf ich heute rückblickend schon sagen, nachdem ich seit dem 1. Mai 2002 diesen Weg mitgehen durfte, dass es ein steiniger aber äußerst demokratischer Weg war.

In vielen Versammlungen und Informationsveranstaltungen wurde über den Hochwasserschutz informiert und diskutiert und nach der bestmöglichen Lösung gesucht. Es gab viele Vorschläge die teilweise berücksichtigt wurden, aber auch grundsätzliche Bedenken aus Teilbereichen der Bürgerschaft die nicht berücksichtigt werden konnten.
Aber eines können wir heute mit Stolz sagen, es waren faire und demokratische Auseinandersetzungen, für die ich mich auch bei der Gegnerschaft bedanke. Wir haben die Diskussion und das Gespräch nicht gescheut und bei fast allen Gemeinderatsbeschlüssen gab es in der Regel nur eine einzige Gegenstimme.
An dieser Stelle danke ich aber ganz besonders dem Wasserwirtschaftsamt Ansbach, ihnen Herr Bock und Herr Forstmeier für die lange Geduld mit uns als wir immer wieder um Gespräche und Termine insbesondere mit der Gegnerschaft des Projektes gebeten hatten.
Vom beantragen Bürgerentscheid und der gerichtlichen Überprüfung der Ablehnung des Gemeinderatsbeschlusses, dem Beschluss des Petitionsausschuss des Bayer. Landtages einschließlich eines Ortstermines hier in Gutenstetten wurden wirklich alle Instrumente die unsere Demokratie vorsieht bemüht. Auch eine Klage gegen den Planfeststellungsbeschluss vom 22. Februar 2010 vor dem Verwaltungsgericht in Ansbach führte nicht zum Erfolg.

Und an die vielen Besuche bei anderen Projekten des Freistaates in Burghaslach und Scheinfeld sei ebenfalls noch einmal erinnert.
Ich kann auch heute nur bestätigen, dass mit ca. 2,5 Millionen Euro, in erster Linie EU-Mittel aus dem europäischen Landwirtschaftsfonds
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für die Entwicklung des ländlichen Raumes, nur ein wirksamer Hochwasserschutz, also ein HQ 100 der sowohl einen Damm und den Steinachausbau im Ortsbereich vorsieht in dieser Form möglich ist. Das werden wir auch so akzeptieren, kleinere Lösungen sind zwar gut gemeint aber zur Bewältigung unseres Problems ungeeignet, außer dass wir eine weitere Kostensteigerung produzieren.
Und ich bin mir sicher, was in großen und kleinen Orten schon lange Wirklichkeit ist wird auch in Gutenstetten akzeptiert werden. Leider haben wir nach Starkregenereignissen nicht Stunden und Tage Zeit uns auf die Hochwasserwelle vorzubereiten und uns zu schützen. Wenn der Wasserspiegel stündlich um 60 cm bis einem Meter steigt bleibt wahrlich nicht mehr viel Zeit das hatten wir in den letzten Jahren ja alles schon erlebt.
Also jedes Jahr Sandsäcke füllen, wieder ausleeren, die Feuerwehr der ich übrigens ebenfalls danke, bemühen sollte in Zukunft hoffentlich der Vergangenheit angehören.
So wünsche ich mir einen reibungslosen und zügigen Ausbau ohne größere Unfälle und dass wir im Rahmen der Kosten bleiben, wovon die Gemeinde etwas mehr als 20 Prozent beisteuern muss.

Meine herzliche Bitte an unseren Abgeordneten Hans Herold, dass er sich einsetzen möge, dass die erforderlichen Mittel auch zügig bereit gestellt werden und wir so die Kosten im Rahmen halten können.
Ihm gilt auch der Dank an den Freistaat Bayern dem Bauherren, vertreten durch das Wasserwirtschaftsamt Ansbach.
Mein Dank gilt auch allen Eigentümern für die Bereitstellung der Grundstücke.
Mit der Anlegung des Hochwasserschutzes soll aber auch ein Grundsee und eine kleine Freizeit- und Erholungsoase geschaffen werden.
So danke ich namens der Gemeinde Gutenstetten und unseres Gemeinderates allen sehr herzlich für die bisherige und künftige Unterstützung und hoffe dass wir uns bald zur Einweihung des Projektes wieder treffen können.
Vielen Dank

Helmut Reiß, 1. Bürgermeister

 
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Update:08.06.12 13:06