Die bisher früheste gesicherte Nennung Rockenbachs kennen wir aus dem ältesten Lehensbuch des Bistums Würzburg. Unter Fürstbischof Andreas von Gundelfingen (1303-1313) ist folgender Besitzeintrag aufgezeichnet: Item Chunr.Spiez junior tenet decimam in villa Bergel et villam desertam Reckenbach, zu deutsch: desgleichen besitzt Konrad Spieß Junior einen Zehnten im Ort Bergel und im wüst liegenden Ort Reckenbach ~ Rockenbach). Niedergeschrieben wurde diese Notiz in dem Zeitraum zwischen November 1307 und Februar 1308.
Aus dieser ersten Nennung
wird aber auch deutlich, daß wohl bereits lange vor 1300 die Siedlung bestanden haben
muß, seit wann und wie lange schon, ist nicht bekannt. Die relative Höhenlage und eine
durch den Ort bzw. in nächster Nähe vorbeilaufende alte Hochstraße lassen zumindest ein
höheres Alter als es die erste zufällige schriftliche Nennung zeigt, vermuten.
Sicher ist auch, daß Rockenbach nach dem "Harrasischen Vertrag von 1496 eine
"Wegzollstätte an einer Nebenstraße" war. Rockenbach war eingebettet in die
Einflußbereiche der Markgrafen Ansbach und Bayreuth, der freien Reichsstädte Nürnberg
und Windsheim, der Bistümer Bamberg und Würzburg.
In seiner wechselvollen Geschichte als Rittergut finden wir die Herrschaften vom Stein zum
Altenstein, Grumbach, Petsch, Lauter und Castell. 1 730 erwarb Friedrich Carl von
Seckendorff den Ort. Noch heute zeigt das Wappen über dem Portal seinen ehemaligen Besitz
an. Nach der Zerschlagung des Rittergutes (1867) ging das Schloß in den Besitz von 15
Rockenbacher Familien über.
Das Rockenbacher Schloß ist seit 1968 im Besitz des Verbandes Christlicher Pfadfinder Lv.
Bayern (VCP). Junge Gruppenleiterinnen und Gruppenleiter erhalten hier Aus- und
Fortbildung. Das Haus ist allerdings auch Ort für viele Freizeiten und Ferienaufenthalte.
Gruppen des VCP haben ein Belegungsvorrecht. In der übrigen Zeit wird das Haus auch an
andere Jugendorganisationen vermietet. Die Rockenbacher Bevölkerung - zur Zeit 96 Einwohner - trägt einen großen Anteil an dem freundlichen
Miteinander von jugendlichen Gästen und den Dorfbewohnern. Nach einer umfangreichen
Renovierung in den Jahren 1986/87 präsentiert sich das
Schloß heute in einem schmucken Äußere und einem jugendgemaße
und trotzdem stilvollen Inneren. 4000 bis 5000 Übernachtungen sind
jährlich zu verzeichnen.
| Kontakt
| Impressum
| Datenschutz
| © 2008 Layout & Ausführung
Ott K.-H. *