Der AK 2 hatte sich zur Aufgabe gesetzt, das dörfliche Leben in der gesamten Gemeinde genauer zu betrachten: Bewährtes soll als erhaltenswert ins Bewusstsein gerufen und Verbesserungen für die Zukunft sollen angeregt werden.
Zu siebzehn Treffen kamen Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus den verschiedensten Altersgruppen und Berufen. Viele haben den Wunsch, diese Treffen weiterzuführen mit dem Ziel, den Gemeinschaftssinn zu fördern und das kulturelle Dorfleben zu bereichern.
Unsere Arbeitsschwerpunkte waren:
Jugend, Senioren, Kultur, Gemeinschaftseinrichtungen und Vereine
Jugend:
Eine Erfassung der Angebote für Kleinkinder, Kindergartenkinder und Schüler bis 12 Jahren ergab, dass für diese Altersgruppen zahlreiche Möglichkeiten vorhanden sind. Für Jugendliche ab 13 Jahren bieten sich jedoch wenige Gelegenheiten, ihre Freizeit zu gestalten.
Senioren:
Ein Fragebogen wurde entwickelt, um strukturelle, aber auch persönliche Bedürfnisse zu erfragen. Der Gedanke, wie man sich das Leben im Alter vorstellt oder wünscht, war hierfür ständiger Begleiter. Von 271 ausgeteilten Bögen wurden 105 zurückgegeben. Angesprochen wurden alle Mitbürgerinnen und Mitbürger, die älter als 60 Jahre waren. Die Auswertung der Fragebögen bildete unsere Arbeitsgrundlage.
Kultur:
Es finden vielfältige Veranstaltungen in unserer Gemeinde statt.
Ein Kulturführer, der in regelmäßigen Abständen im Mitteilungsblatt erscheint, wurde von uns angeregt. Dieser soll eine umfassende Übersicht der Veranstaltungen für unsere Mitbürgerinnen und Mitbürger bieten.
Gemeinschaftseinrichtung:
Überlegungen und anschließende Besichtigungen ergaben, dass hierfür zur Zeit zwei Anwesen in Frage kämen: das kirchliche Gemeindehaus in Reinhardshofen und das Anwesen Kolb in Gutenstetten. In Reinhardshofen könnte man sich die Nutzung des Gebäudes zur Tagespflege, als Bücherei und als Treffpunkt für Jung und Alt vorstellen.
Das Anwesen Kolb kann aufgrund seiner Bausubstanz von uns nur unzureichend eingeschätzt werden. Die Lage im Ortskern und die vorbeifließende Steinach würden sich für einen Wasserspielplatz und als Begegnungsstätte anbieten. Des Weiteren könnte ein Büro für Beratungsgespräche durch soziale Einrichtungen geschaffen werden.
Vereine:
Die vielfältigen Angebote und Veranstaltungen werden von den Bürgerinnen und Bürgern gerne genutzt und dienen auch zum finanziellen Unterhalt des Vereinslebens. Zusätzlich möchte der Arbeitskreis durch ein gemeinsames Dorffest den Zusammenhalt in der Gemeinde stärken.
Dieses sollte von allen Vereinen abwechselnd in den verschiedenen Ortsteilen alle zwei Jahre ausgerichtet werden.
Nähere Ausführungen und Erläuterungen sind auf den nachfolgenden Seiten zu finden.
Wasserspielplatz ?
Unterstand ?
Büro für soziale Einrichtungen ?
Welche Angebote sind in den verschiedenen Gemeindeteilen vorhanden?
Gutenstetten :
Evangelische Landjugend: Treffen wöchentlich,1x jährlich Seniorennachmittag
2x jährlich Altkleidersammlung
gelegentliche Aktivitäten in anderen Vereinen
Jugendtreff Bud’n Treffpunkt für gemeinsame Unternehmungen
Sportverein: ab 3 Jahren Kinderturnen, ab 6 Jahren Fußball
von ca. 6-12 Jahren Dancing Queens
Feuerwehr: Jugendfeuerwehr
Ortsburschen: ab 16 Jahren
Sonstiges:
ab 5 Jahren Kinderchor
ab 10 Jahren Posaunenchor
Reinhardshofen:
Jugendtreff:
Spieleabende, Dorffest, Schafkopfturnier, Unterhalt und Pflege des Jugendtreffs (putzen, Holz sammeln usw.)
Ortsburschen: ab ca. 15 Jahren
Bund Naturschutz: ca. 5-7Jahre Kindergruppe I
ab 7Jahre Kindergruppe II
Pahres: keine Möglichkeiten
Kleinsteinach: eine Möglichkeiten
Bergtheim:
Schützenverein: Jugendgruppe
Sonstiges: Treffpunkt Feuerwehrhaus
Rockenbach:
Pfadfinder: 1x jährlich Grillabend
Sonstiges: Hausaufgabenbetreuung ab 5.Kl.
Gesamtgemeinde: Ferienprogramm in den Sommerferien
im Arbeitskreis diskutierte Probleme:
ELJ:fehlende „neue Gesichter”, fehlender Nachwuchs, wenig Einbindung in Gemeindeangelegenheiten, fehlendes Programm
Problemstellung für den Arbeitskreis:
Wie kann die Gemeinde Hilfestellung geben zur Belebung der Jugendarbeit?
Gespräch mit überörtlichen Fachleuten:
Frau Bruckner (Evangelische Landjugend)
Herr Herbst (Landratsamt)
Frau Oppelt (Kreisjugendring)
Gründe für das scheinbar schwindende Interesse der Jugendlichen, sich in einer Gruppe zu treffen:
Viele reden vom demografischen Wandel – wir machen was daraus!
Es ist schwer, sich vorzustellen, wie das Leben in 10 oder 20 Jahren aussehen wird.
Im Rahmen einer Fragebogenaktion hat der AK 2 versucht, die Bedürfnisse der Bevölkerung zu erheben, um daraus entsprechende Folgerungen zu ziehen und zur Gestaltung des zukünftigen Lebens in der Gemeinde Gutenstetten anzuwenden.
Ausgegeben wurden 271 Fragebögen an Bürgerinnen und Bürger ab einem Lebensalter von 60 Jahren. Der Rücklauf betrug etwa 39%.
Als deutlichstes Ergebnis ist ein erhöhter Beratungsbedarf bezüglich aller Fragen
festgestellt worden.
20 % der Befragten leben als alte Menschen jetzt schon alleine, 34 % mit ihrem Ehepartner und 46 % im Kreis der Familie.
68 % der Befragten gaben daher an, dass sie eine Beratungsstelle oder ein Seniorenbüro vor Ort besuchen würden, um dort ihre Fragen zu klären.
An erster Stelle stehen Fragen
Aus der Umfrage wurde auch deutlich, dass sich viele auch Vorträge wünschen zu einem breiten Themenspektrum.
An vorderster Stelle steht jedoch das Bedürfnis nach Erfahrungsaustausch (mehr als 58% der Befragten). „Geteiltes Leid ist halbes Leid” und gemeinsam lässt es sich auch fröhlicher sein.
Ich lade Euch ein ...
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Ott K.-H. *
Update:20.03.09 22:03